Die Geschichte

Bistrampolis Hof ist ein Teil der Geschichte und der Kultur unseres Landes. Die junge Generation  trägt die Verantwortung für die Weiterentwicklung der Kultur unserer Ahnen, aber die heutige wirtschaftliche und soziale Situation, die Verteilung von Rechten und Pflichten garantieren keine Aufbewahrung der Erbe. Die meisten Höfe, die während der Kriege zerstört wurden, verkommen weiter.  
Bistrampolis Hof, ein Gegenstand der Kulturerbe der Litauischen Republik mit einem archäologischen, historischen und landschaftlichen Wert, liegt in guter geographischer Lage: 700 Meter von der Autobahn Via Baltica und 14 Km von Panevėžys entfernt.

 

Dieses Hof existiert schon seit dem Enden des 15. Jahrhunderts. Ab dem Ende des 17. Jahrhunderts bis zum Jahre 1940 gehörte das Hof der Familie Bistram, die mit berühmten Menschen verwandt ist: Ihre Verwandte, Herr Henrik Senkevič (Henryk Sienkiewicz), hat in diesem Hof Material für seine berühmte polnische Trilogie gesammelt 1. „Mit Feuer und Schwert“ (1883–1884), 2. „Sintflut“ (1884–1886), 3. „Pan Wolodyjowski“ (1887–1888). Deswegen ist dieses Hof auch für die polnische Kultur wichtig und von vielen polnischen Touristen besucht.

Drei Gutbesitzer, die Generale waren, nahmen teil an der Borodino-Schlacht. Deswegen ist das Hof auch mit russischer Kultur zu verbinden.  Der litauische Anfänger der Bistram Familie war ein Höfling vom Kaiser Wladislaw IV, Herr Jonas Kazimieras Bistramas. Sein Sohn, Jonas Evaldas  hat im Jahre 1695 ein kleines Hof gekauft, das damals den Namen Barklainiai hatte. Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nennt man diesen Hof Bistrampolis.


Die Familie Bistram verwaltete das Hof bis 1940. Später wurde das Hof nationalisiert und später vernachlässigt. Als Litauen die Unabhängigkeit wieder erworben hatte, hat man der Bistram Familie vorgeschlagen das Hof  wieder zu erwerben und zu renovieren aber man hat den Vorschlag abgelehnt.
Der Zentralpalast wurde im Jahre 1850 gebaut. Der Palast ist im klassischen Stil gebaut, eistöckig und rechteckig. Die Hauptfassade ist mit vier Säulen und einem Säulengang versehen, der bis zum ersten Stock reicht.


Im Erdgeschoss des Palastes gab es Zimmer für Gäste, der Recht Flügel war ein großer Saal. Der erste Stock repräsentierte das Hof. Hier gab es größere und kleinere Salons, ein Esszimmer, ein Arbeitszimmer und eine Bibliothek. Die Gutbesitzer hatten eine große Bibliothek mit etwa 2000 Bücher gesammelt, auch eine Kunstsammlung und ein Familienarchiv. Es sind noch 10 andere Gebäude des Hofensembles stehen geblieben, die älteste von denen 1820 gebaut wurden. In der Umgebung sind ein großer Park, der am Anfang des 19. Jahrhunderts eingepflanzt wurde, 3 Teiche und ein Friedhof. 
1997 hat die Selbstverwaltung von Panevėžys das Hof an die Kathedrale des Kaisers Christus übergeben. Die neuen Inhaber, haben das Hof vernachlässigt und der Park und die Gebäude verkamen weiter. Im 2003 wurde das Hof von einer Jugendorganisation übernommen. Dank der Bemühungen und Mittel des Zentrums wurden die historische, archäologische, polychrome und Architekturtests angestellt, es wurde das Wiederaufbauprojekt des Zentralpalasts vorbereitet.


Seit 1997 wurde die Straße bis zum Palast asphaltiert, es wurde ein Parkplatz eingerichtet, die Teiche und der Park sind gesäubert worden.
Hier findet im Juni – August jedes Jahres Bistrampolis Festival statt, das schon zu einer schönen Tradition wurde. 
2006 hat man aus der EU Strukturfonds eine Unterstützung von 1 809 373 Litas bekommen, die für die Renovierung des Hofes und die Anpassung für Tourismus bestimmt sind. 


Im Juni 2007 begann man mit der Restaurierung des Hofes.


In der ersten Phase der Restaurierung des Hofes wurden die Fassaden des Zentralhofes und das Museum renoviert, der Eiskeller, wo heute ein Touristen Informationszentrum ist, wurde wieder gebaut. In dem ehemaligen Kraftwerk des Hofes ist heute ein Museum der Buchschmuggelei, dessen Hauptattraktion das Kreuz ist, unter dem am 17. Januar 1918 Jurgis Bielinis, der bekannte Buchschmuggler starb. Es wurde auch der Park-Pavillon renoviert, der Park wurde gesäubert und neue Grünanlagen gepflanzt, etwa 400 m2 der Blumenbeete wurden geformt, die technischen Einrichtungen, wie Wasserversorgung, Abwassersystem, Stromnetze und Beleuchtung eingerichtet. Das Tor wurde renoviert und die Parkplätze eingerichtet.


In der zweiten Phase der Hofrenovierung, wurde im 2008 vorgesehen die übrige Gebäude zu renovieren, das Zentralhof einzurichten und einen Skulptur-Park zu gründen, der die wichtigsten Daten der Hofgeschichte darstellten:
-  die Revolution von1863
- die Tatsache, dass es im Hof ein Nobelpreisträger, der Schriftsteller Henrik Senkevič (Henryk Sienkiewicz) Material für seine berühmte polnische Trilogie „Sintflut“ (1884–1886), gesammelt hat. 
- die Zeiten der Buchschmuggelei.
Nach dieser Phase, am Ende 2008 wurde das Zentralhof eröffnet, wo ein Restaurant, ein Hotel und Konferenz und Festsäle eingerichtet sind.


Im Sommer 2009 wurde in Hof ein Holzskulptur-Ensemble eröffnet, das den Touristen die Geschichte unseres Landes und unserer Kultur beiträgt. 
Ende 2008 hat man noch eine Phase der Bistrampolis Hofrenovierung angefangen. Die Renovierung und die Anpassung des ehemaligen Gestütes an die Konferenz und Tourismus bedürfen, wurden von Norwegen finanziert.


In der Mitte 2010 wurde das Gestüt eröffnet, das zu einem modernen Konzert- und Konferenzsaal wurde, wo bis zu 400 Zuschauer seine Plätze finden können. Der neue Saal ist leicht für Konferenzen, Seminare und Festen anpassbar. Er ist mit neusten Licht-, Audio und Videotechnik ausgestattet. Es ist der größte und der modernste Saal im Panevėžys-Bezirk, der gleichzeitig auch Details des alten Innenraums behält.


Im Juli 2010 hat man die letzte Phase der Renovierung angefangen, die von EU Strukturfonds finanziert wurde- Das Wagenhaus des Hofes wurde restauriert und es wurde hier in der Mitte 2011 ein Hotel der ökonomischer Klasse mit einem kleinen SPA-Zentrum eröffnet: einer Sauna und einer Whirlwanne.


Das Landgasthaus Bistrampolis ist – das größte renovierte Objekt des Kulturerbes in Panevėžys Bezirk. Man hofft, dass es zu einem der meist besuchten Kultur- und Tourismusplätzen in unserem Land wird.